über Thore Bauer: Ein Interview mit dem neuen Gitarristen der Ulli Wigger Band
"Erzähl mal, wie kam es dazu, dass Du Musiker geworden bist?" Nun, meine ersten musikalischen Abenteuer erlebte ich ja schon im frühesten Kindesalter auf diversen Trommeln und anderen Instrumenten, die bei uns zu Hause eben so herumgelegen sind. Damit konnte ich mich oft stundenlang beschäftigen. "Und deine Eltern..." Meine Eltern und mein Bruder haben diese 'Early Sessions' immer sehr tapfer ertragen. Später mit 6 Jahren begann ich dann für das Akkordeon Interesse zu zeigen, woraufhin ich mich zu meiner Begeisterung schon bald in einer Musikschule wiederfand. Nach einigen mehr oder weniger lustigen Jahren in dieser Institution wurden mir die ewigen Tonleiterübungen dann doch zu viel. Ich wollte halt Songs spielen. Zur Gitarre kam ich mit etwa 15 Jahren durch einige Freunde. Die spielten alle in einer Band, was mich dann doch sehr nachhaltig beeinflusst hat. Prompt bekam ich so ein Gerät von meinen Eltern und um meine schulischen Leistungen war es entgültig geschehen. Lacht. Let there be Rock! "Du hast dann auch selbst begonnen in Bands zu spielen?" Oh ja! Ich hatte bald immer irgend ein Ding am laufen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Zu dieser Zeit spielten wir in erster Linie Songs von Alice Cooper, AC/DC, Deep Purple, u.s.w. Später auch Folksongs von Bob Dylan und Neil Young. "Einige von diesen Rockbands sind ja heute wieder sehr in." Ja ich hab' davon gelesen, das ganze aber nicht näher verfolgt. "Wie sah das nun aus, als Du nach Wien gekommen bist?" Nach Wien kam ich in erster Linie um Musik zu studieren, aber es ergaben sich schon bald ungeahnte Möglichkeiten meinen musikalischen Horizont zu erweitern. So zum Beispiel in einer türkischen Folkband. Im oberösterreichischen Vöcklabruck hatte ich diese Art von Musik noch nie zuvor gehört. Das finde ich schön an Wien, man kann sich doch einen tieferen Einblick in exotischere Musikkulturen verschaffen ohne wissenschaftliche Forschungen betreiben zu müssen. "Gibt es bestimmte Vorbilder die Du nennen würdest?" Vorbilder im eigentlichen Sinn habe ich keine. Wichtig für mich sind einige Jazzmusiker wie Jim Hall oder Michael Brecker, meine Lehrer am Konservatorium, der Andi Wallner und Christian Havel und natürlich die Kollegen mit denen ich jeden Tag spiele. Ich glaube von seinen Mitmusikern kann man sehr Vieles lernen wenn man ihnen zuhört. "Stichwort Philosophie?" Feel it, be it, live it! "Ulli Wigger…?" Austro-Rock auf sehr hohem Niveau. "Danke für das kurze Gespräch." Gerne. See you…bei der nächsten Show.
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